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Bildungspolitik

Unsere heutige Bildungspolitik ist viel zu sehr auf die Vermittlung von abfragbarem Wissen ausgerichtet. In unserer Informationsgesellschaft ist jedoch abfragbares Wissen im Überfluß vorhanden und leicht zugänglich (z.B. Internet).
Im Vordergrund müßte vielmehr das Erkennen von Zusammenhängen, Problemen und das Entwickeln von Lösungsmöglichkeiten stehen. Logisches Denken und die Übertragung von „Handwerkszeugen“ auf andere Fragestellungen muß gefördert werden und ganz besonders wichtig: Bildung ist ein Grundrecht, Bildung muß kostenfrei und für jeden, unabhängig von Stand und Wohlstand, für jeden gleichmäßig, zugänglich sein!
Daß in diesem Zusammenhang die heutige Ausbildung unserer Lehrer („Leerer“?) an der Aufgabenstellung vorbeigeht, muß geändert werden.


Schule und Lehre

Neben der Vermittlung von Wissen sollten Schule und Lehrer unsere Kinder und Jugendlichen für das Leben fit machen.

Viel dazu Notwendiges wird nicht oder nur unzureichend vermittelt. Dazu zählt z.B. das Erlernen einer „Streitkultur“, der richtige Umgang mit eigenen und fremden Aggressionen, Möglichkeiten der Streßbewältigung, der Umgang mit Rückschlägen und ganz besonders die Entwicklung einer eigenen, stabilen Persönlichkeit.

Daß wir es uns leisten, unsere wichtigste Zukunftsinvestition, die Erziehung der Kinder, nicht (Gymnasium) oder nur unzureichend zu unterrichten, ist ein schlimmer Fehler.

Die konsequente Erziehung unserer Kinder, hin auf ein angepasstes Verhalten gerichtet, macht es der Schule, später dem Staat und den Betrieben, bequem. Denn so werden leicht zu leitende „Untertanen“ erzeugt.

Auf längere Sicht gesehen ist angepasstes Verhalten absolut kontraproduktiv. Denn wenn alle in gleichen Denkschemata denken, wird es keine wirklich unterschiedlichen Ergebnisse bringen. Erst Querdenken und individuelle Denkmechanismen bringen innovative und zukunftsträchtige Lösungen.

Die Staatsgemeinschaft braucht keine Untertanen, sie braucht mündige Bürger. Doch da beginnen die Schwierigkeiten: unser Staat müßte sich dann als Dienstleister für seine Bürger verstehen, unsere Vorgesetzten wären der ständigen Kontrolle durch ihre Weisungsempfänger unterworfen. Das brächte Deutschland voran, doch etliche Stühle ins Wanken!



Studium und Erwachsenenbildung

Bildung darf nicht unter Kostengesichtspunkten gesehen werden, sondern als Investition.

Daher sind Universitäten großzügig mit Mitteln auszustatten, natürlich auch von der Wirtschaft.

Eliten bilden sich durch elitäre Leistungen, nicht durch Verordnung.

Daher ist der Versuch unserer jetzigen Politik von vorn herein zum Scheitern verurteilt, Eliteuniversitäten künstlich ins Leben zu rufen.

Nur ein fairer Wettbewerb unter den Hochschulen und natürlich auch umgekehrt unter den Studenten um die Hochschulen ist in der Lage, hochqualifizierte Ausbildung und Forschung zu bewerkstelligen.